Ausflug Nordsee April 2017

Trainingsstart 2017

Kenai und Michel sind wieder schwer am Arbeiten. Ernst möchte in diesem Jahr mit Kenai in der Offenen Klasse starten, Michel und ich bei den Fortgeschrittenen. Leider haben wir auf unsere ersten WT-Meldungen Absagen bekommen.

 

Ist ja nicht so schlimm, im Januar haben wir jeder einen Tag bei Oliver Kiraly seminarisiert. Das war wunderbar als Einstieg in die neue Saison. Im März gibt es den nächsten Seminar-Input und bis dahin sind wir eifrig am Einweisen, Ablenken und Suchen.....

Doppel BLP

Am 29.10.16 sind wir zum Saisonende nach Thüringen zur BLP der Bezirksgruppe Thüringen gefahren. Wir hatten wenig trainiert, weil wir in den Wochen vor der Prüfung beruflich sehr eingespannt waren und Ernst mit Kenai nicht vor dem Workingtestfinale mit Wild arbeiten wollte. Natürlich haben wir in der Woche vorher noch eine Schleppe gezogen, eine Ente aus dem Schilf gerettet und eine Suche wiederholt. Muss ich erwä#hnen, dass unsere Generalprobe als Soloprobe  nicht so ganz problemlos verlief?

Wer mich kennt, weiß, dass ich kein Prüfungsmensch bin, besonders nicht, wenn es an gründlicher Vorbereitung fehlt.

Nach einer Nacht mit wenig Schlaf, stand ich nun mit Ernst ud jeder mit seinem Hund auf dem Feld und es fing gleich mit meinem Zitterfach "Feldschleppe" an. Kenai hatte Startnummer 1 gezogen, wir die zwei. Kenai lief die Schleppe wie am Schnürchen und nun waren wir an der Reihe. Anschuss gesucht, ihn Michel gezeigt und dann wollte ich mit ihm zusammen die ersten 10 m gehen, Michel sah das anders, löste sich geschickt gleich aus der Leine und düste ab. Na super. Der rannte so bekloppt über den Acker, dass ich meinte " Na das wird wohl nichts!" Worauf einer der Richter meinte, dass ich Recht hätte, Hunde, die einfach auf der Spur laufen, würden immer durchfallen. Ja und da kam mein Schatz auch schon mit der Ente wieder. Es folgte die Schussfestigkeit und dann das Einweisen. Michel hat beide Enten auf den Punkt geholt. Ein Komando, eine Ente. Beim Walk up hat er perfekt markiert. So langsam entspannte ich mich ein wenig, aber es fehlte ja noch eine Schleppe.... Doch erst kam die Suche. Michel hatte ale drei Stücke so schnell, dass ich verstohlen nach den Hinweisschildern im Wald suchte, auf denen steht, "Achtung Hund! Hier liegt es!!!" Dann die Schleppe: Weg war der Hund. Und weg und noch länger weg. Da bekommt man graue Haare. Und als ich die hatte, kam Michel mit dem Kaninchen an. War auch perfekt. Die Gehorsamsfächer liegen ihm eh, da hat er alles richtig gemacht. Und dann ging es ans Wasser. Die geworfene Ente hat er aus dem Wasser geholt. Ach ja und er hat natürlch immer zur Ausgabe gesessen. Ja und dann die Ente aus dem Schilf. Da hat es uns fast gerissen. Michel schwamm Kreise im Wasser und war total verunsichert. Als ob er das noch niemals nicht gemacht hätte..... Letztendlich habe ich ihn dann doch noch ins richtige Schilf bekommen und einmal da, hat er dann auch gleich die Ente gefunden und gebracht. 

Das war es dann mit der guten Prüfung, dachte ich so bei mir, weil wir da aber richtig Punkte gelassen hatten. Ja und dann war es doch der Suchensieg mit 358 Punkten, weil mein kleiner Schatz sonst überall tatsächlich volle Punktzahl hatte. Ich bin so stolz auf meinen Kleinen und natürlich auch auf Ernst und Kenai, die genau so viele Punkte eingesammelt haben ´. Die beiden haben hier und da einzelne Punkte liegen lassen und waren auch sehr gut dabei!

Vielen Dank auch an die Sonderleiterin Tubia Liebold und das tolle Richterteam, Lisa und Jürgen Schneller und Jens Affeld.

Newcomer Trophy 2016

Wir gehen zu unserer ersten Aufgabe: 2 Hunde, die jeweils einen Teil der Aufgabe arbeiten und dann die Positionen tauschen und den anderen Teil arbeiten. Unser Teil 1: Suche im Schilf, Wasser pfotenhoch. Geländehärte hat Michel ja nun wirklich uns so ist er rein und kam zackizack mit Dummy wieder. Wir wechselten zur 2. Position, es fiel ein Dummy hinter einem Sandwall "platsch" und dann wurde gewartet, bis Hund 2 das Dummy aus dem Schuilf geholt hatte und dann "apport" , zack, Danke. 20 Punkte

Jepp, so kann es weitergehen.

Unsere Aufgabe 2 fing mit Steadyness an. 4 Hunde und ein Standtreiben. Alle Hunde anleinen, außer Sicht gehen und dann ging man einzeln wieder in die Aufgabe, die wie folgt war: Es waren im Treiben an 2 Stellen Dummys gefallen, eine Stelle mehr rechts, eine mehr links. Man ging Fuß (das kann der Michel ja nun wirklich) ein bisschen nach links, Hund schicken Voran, Dummy gepickt, zurück, danke, wieder ein bisserl Fuß nach rechts, Voran, Michel läuft an der falschen Seite am Dummy vorbei, hat Witterung sucht aber erst in der falschen Richtung, kommt dann aber selbstständig zum Dummy, zurück, Danke, Fertig. 18 Punkte

Ja und dann wurde es spannend. Aufgabe 3 war ein Doppelplatsch im Wasser. Anschließend ging es bei Fuß zum Startpunkt, leider kam man dabei schon an einem Dummyaussichtspunkt am Teichrand vorbei, Michels Hals wurde mir viel zu lang. Da wiederhole ich doch lieber einmal zur Sicherheit: "FUSS!!!" und dann hatten wir es zum Startpunkt geschafft. Ich schicke Michel ins Wasser, er kommt mit Dummy 1 wieder. Ich schicke ihn erneut und er - biegt nach links ab und verschwindet blitzschnell am Ufer. Der Junge hatte einen Plan. Gerade vorher hatte es da im Wald ordentlich geknackt, weil warum auch immer, da jemand langlief. Ich stand mit offenem Mund da. Was tun? Ich hoffte einfach, dass Michel irgendwann am Ufer gucken kommt und mich fragt "Hier ist kein Dummy, was soll ich denn nun tun?" So kam es auch, ich zeige auf das Dummy im Wasser, "Rüber" und er geht ins Wasser und kommt mit den Dummy. Gerettet 15 Punkte

Aufgabe 4 war ein Doppelmark im Wald, eins links vorne, eins rechts vorne. Michel hatte das links auf dem Schirm also holte er das zuerst. Das rechts war mit ein bisschen Einweisemühen verbunden, weil er es gar nicht gesehen hatte (Das Dummy war gemeinerweise von einem Baum gestoppt worden). Gab 16 Punkte.

Nun noch die letzte Aufgabe. Man stand an einem Teich. Rechts fiel ein Dummy sehr sichtig ins Wasser. Links mit Schuß ein Dummy geradeaus über das Wasser an Ufer. Man hätte es sehen können, wenn man denn geguckt hätte....Michel hat aber erst zu spät geguckt. Also erst einmal das sichtige Dingens aus dem Weg räumen. Und dann das letzte Dummy des WTs. VORAN und Michel biegt nach links ab. STOPP Voran, Michel biegt nach rechts ab und hin und her, aber niemals nach hinten. Das darf doch nicht wahr sein! Als er gerade wieder in der Mitte im Wasser ist lasse ich einen Brüller los "SITZ JETZT, DONNERWETTER NOCHMAL!" Dieses langgeübte Kommando wirkte. Michel saß bedröppelt im Wasser und war aus seinem Rennwahn raus. Warten. Warten. VORAN. Und oh Wunder, er geht voran und kommt mit Dummy wieder. Never, ever give up! Ich wurde fürs Handling sehr gelobt. (Michel wurde NICHT gelobt, zurecht, der Doofe!). 13 Punkte.

 

Uff, wir hatten mit Sehr gut bestanden. Ich war zu sehr angespannt bei diesem Workingtest und wenn Michel das merkt (das wenn ist jetzt zeitlich nicht kausal gemeint), dann wird er unsicher und bekommt eigene merkwürdige Ideen. Immerhin haben wir es diesmal geschafft, trotzdem letztendlich nach meinem Plan zu arbeiten. Wenn auch mit Mühe. aber die Tatsache an sich, ist mir viel wert.

Smilla der Apfeldieb

Wir haben ein Apfelbäumchen im Garten, was übervoll mit Äpfeln behängt ist. Und da fällt der ein oder andere schon sehr essbare herunter. Diese Falläpfel frisst Smilla sofort. Das darf sie auch. Es fallen aber wohl zuwenig herumter. Wir saßen Sonntags beim Frühstück, die Hunde waren im Garten, die Terassentür stand offen. Harmonie pur. Jedenfalls solange, bis ich irgendeinem Instinkt folgend (Wenn die Kinder ruhig sind, stimmt was nicht) in den Garten gegangen bin:

Da lag ein schmatzender Hund unter dem Baum und an den beiden unteren Ästen hing aber auch kein einziger Apfel mehr.

Smilla ist so unglaublich verfressen, das gibt es gar nicht. Und sie wusste, dass sie das nicht darf! Denn als sie mich kommen sah, gingen die Ohren nach hinten, die Augen schlossen sich und Madam rollte auf den Rücken. Mit ca. 16 Äpfeln im Bauch war es wohl auch nicht so einfach aufzustehen.

Keine Sorge, sie hat alles gut vertragen. Dieser Hund hat zum Glück einen Magen wie ein Pferd und außerdem wird geklautes Futter immer gut vertragen.

Ich dachte, dass meine Strafpredigt (Ab ins Haus du Mistvieh! Geht auf deinen Platz), nach der ein Plüschblitz in eins unserer Hundekörbchen schoss, diesen Sachverhalt nun abschließen geklärt hätte. Aber keineswegs.

Am Nachmittag stand netterweise ein Gartenstuhl unter dem Baum. Und wo war wohl Smilla? Auf dem Stuhl, Vorderbeine auf der Lehne, dankbar, dass sie nun auch die höherhängenden Äpfel so gut erreichen konnte.

Der Hund schafft mich.

WT Tanz auf dem Vulkan

Mein allerliebster Michel hat heute beim Teanzern auf dem Vulkan unglaubliche 94 Punkte eingesammelt und das obwohl er mit mir antreten musste und ich - ähem - nur ein ganz kleines bisschen aufgeregt war.

Aufgabe 4: Zsolt Török

Fußarbeit am Anfang, das kann nur gut sein. Wir standen auf einem Weg neben einer saftigen grünen Wiese, Gras ungefähr knöchelhoch. 20 m vor uns fällt ein Dummy 10 m neben den Weg, es wird sich umgedreht und weitere knapp 20 m neben dem Richter Fuß gegangen. Dann fällt vor uns ein Schuss und ein Dummy wird weit (ca. 40 m) schräg nach vorne auf die gleiche Wiese geworfen. Der Hund darf nach Freigabe geschickt werden. Danach geht man weitere 10 m im rechten Winkel auf die Wiese und drecht wieder in die Ursprungsrichtung, so dass das 1. Dummy nun parallel zum Weg mit einem 40 m Voran zu erreichen ist. Der Wind blies dem Hund entgegen. War also Hilfe. Tja, was soll ich sagen? Fußarbeit ist unsere Spezialität, 2 Kommandos 2 Dummys, 20 Punkte.

Aufgabe 5 Guy Matters

Startplatz auf einem Stoppelfeld. 2 Gespanne stehen da und hören mehrere Schüsse in einem Grünstreifen mit 5 Dummys, der den unglaublichen Charm hatte bis zu hüfthoch zu sein und nur 2 Eingänge zu haben. Muss ich noch dazu sagen, dass er hauptsächlich aus Brennesseln und Diesteln und Karden und so bestand? Der Wind kam straff von hinten links.

Nach den Schüssen wurde Hund 1 geschickt, dann durfte Hund 2 Dummy 2 und 3 holen und zuletzt Hund 1 das 4. Dummy. Michel lies sich durch den Wind nach hinten rechts raustreiben, ließ sich aber zurückschicken und brachte brav die Dummys nach hause. 19 Punkte

Aufgabe 1 - Malcom Stringer

Wieder mit 2 Hunden. Ein Doppelmark, das kreuzweise zu arbeiten ist. Das war meinem Partnerhund allerdings kreuzegal und er klaute Michels Dummy.

Ich war einmal intelligent und hatte meinen hund schon korrekt auf das Dummy ausgerichtet, was er holen sollte. Nun kam Malcom zu mir grinste und meinte, we have some change, please.... und zeigte auf das andere Dummy, Mist-Mist-Mist. Michel drehte brav und holte das Dummy mit Überschlag beim bremsen. IRRE. Das 2. holte er auch auf den Punkt. 20 Punkte und ein Fall zum Rotwerden, excellent work and a very nice dog.

Aufgabe 2 Lynn Stinger
Wieder 2 Hunde und wieder wir die 2... Steady ist Michel ja, aber irgendwie ist es immer ein Nerventest für mich. Diesmal war aber nur ein Dummy zu holen, hangabwärts 60 m schätze ich. Michel mit 100 km/h los aber an der falschen Seite ohne Wind am Dummy vorbei. Ich habe ihn ein wenig händeln müssen. Stopp - Voran - Suchenpfiff. Und Michel hat tatsächlich gestoppt, ist weiter gegangen und hat gesucht. Ach gugge mal an. Mit 17 Punkten wurde unsere Teamwork belohnt und wir gingen zu der Aufgabe, die ich so ganz im stillen für mich als Killeraufgabe tituliert hatte.

Aufgabe 3 Heike Reichelt

Also über die Entfernungen wurde heftig diskutiert. Nach Goolge waren es 71 m, gefühlt 100. Eine Einzelarbeit. Man steht auf einem Stoppelfeld unten an einem Hang. 20 m vor einem quer eine Geländegrenze zu einem niedrig grün bewachsenen Feld. Rechts ging die ganze Strecke ein Maisfeld den Hang hoch. Oben begrenzte ein Wäldchen den Acker. In der Ecke Wald/Maisfeld standen die Helfer. Ein Helfer ging von ca. 10 m am Mais hangabwärts wie bei einem Treiben laut rufend und klatschend in die Ecke zu den anderen. Dann fiel ein Schuß und eine Doublette flog schräg nach unten auf den Acker.
Bei uns lagen die Dummys höchstens 50 cm auseinander. Weil ich gehört hatte, dass es schon Nullen wegen Tauschens gegeben hatte, habe ich mir vorgenommen sofort, wenn der Fang zum Picken runtergeht einen Kommpfiff zu machen. Lieber 2 Punkte sicher als 20 Punkte vielleicht verlieren. Michel hat beide Dummys auf den Punkt gebracht. Wegen meines Pfiffs 18 Punkte. Und danach war ich so erleichtert, dass ich ein bisschen Pipi in den Augen hatte.

Geschafft. Und dann auch noch Platz 7 mit 94 Punkten. Mein Schatzi!

 

Urlaub Norwegen 2016

Dieses Jahr sind wir mit unseren Hunden im VW Bus ans Nordkap gefahren. Wir fahren immer mit unseren Hunden, meistens auf Campingplätze und meistens reisen wir von einem Ort zum andern. Hier ein paar Eindrücke unserer Nordkapfahrt 2016:

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© Christina Roemer