Leben mit 3 - 4 Golden Retrievern

Ein Golden bleibt selten alleine. Seit 2001 haben wir Golden Retriever. Angefangen hat es mit Fine (Aphrodite vom Licher Jagdfeld), die als mein Hund und zur Freude meiner Familie bei uns einzog. Einmal auf den Hund gekommen, hatte auch mein Mann Lust am Hundeführen entwickelt und so ist ein gutes Jahr später Flame (Murdock's Fire 'N Flame), bei uns eingezogen. Dann haben wir uns entschieden in die Zucht einzusteigen. Mit Fine. Der A-Wurf fiel 2003, 2005 und 2007 folgten der B- und der C-Wurf. Natürlich musste ein Welpe bleiben und so wurden es drei Hunde. Als die alten Hunde dann in Rente gingen, kam der vierte Hund dazu. Und so wird es wohl auch bleiben. Mal werden es drei Hunde sein, mal vier. Und wir lieben es, sie zusammen zu sehen, wie die Jungen von den Alten lernen, wie die Alten durch die Jungen wieder albern werden. Wie sie einfach schön aussehen, so zusammen in ihren Goldfellchen.

Im Einzelnen

Wie oben schon erwähnt, hat alles mit Fine (Aphrodite vom Licher Jagdfeld angefangen). Meine allerliebste Fine, an ihr habe ich so viel gelernt. Sie hat mich mit Geduld ertragen und mir alle meine Fehler verziehen. Sie hat geholfen unsere Kinder zu erziehen, sie hat immer auf alle aufgepasst. Und wenn es einen Hundehimmel geben sollte, dann hat sie da ihren Platz. Sie fehlt.

Fine wurde bis zum Einzug von Flame "nur" als Begleithund ausgebildet, aber nun sollte es mit dem Dummytraining und mit der jagdlichen Ausbildung losgehen. Flame hatte mit 2 Jahren die JPR abgelegt, ein Jahr später haben beide Hunde die BLP bestanden und Ernst hat kurze Zeit später den Jagdschein gemacht.

Beide Hunde haben die Dummy A bestanden. Flame dann auch die Dummy F und O und Ernst ist mit ihr auf vielen Workingtests in der Offenen Klasse und im German Cup gestartet. Flame hatte E-Hüften und ist so natürlich nicht in die Zucht gegangen, hatte aber im Alltag damit nie größere Probleme. Leider starb Flame 2013 mit knapp 11 Jahren plötzlich an einem großen Tumor im Bauchraum. Und so fehlte sie von einem Tag auf den anderen. Man könnte meinen, bei vier Hunden würde das nicht so viel ausmachen, Aber so ist das nicht. Keiner ist ersetzbar durch den anderen. Jeder Hund hinterläßt eine Lücke.

Beide werden für immer in unserer Erinnerung bleiben, denn mit ihnen hat alles angefangen.

Mir bleibt Fines Tocher Smilla. In 2003 fingen wir an zu züchten. Mit Fine als Stammhündin hatte ich das Ziel Golden zu züchten, die sowohl auf der Show, als auch bei der Arbeit sehr gute Leistungen zeigen. So fiel 2003 der A-Wurf "vom Sturmhügel", 2005 und 2007 der B- und der C-Wurf. Aus dem C-Wurf habe ich Smilla behalten, die vom Wesen her genau mein Fall ist, leider aber stellte sich heraus, dass Smilla schwere HD hat und so habe ich Fine aus der Zucht genommen und Smilla geht selbstverständlich nicht in die Zucht und auch zur Arbeit wird sie nur so weit herangezogen, wie sie kann und will. Diese Freiheit weiß Smilla zu nutzen.

 

Nachdem Flame aus Altersgründen mit 10 Jahren aus dem aktiven Dummysport ausgeschieden ist, zog TQ Kenai bei uns ein. Kenai ist unser erster Golden aus Arbeitslinie. Sie lernte sehr schnell alles, was sie lernen soll und auch alles andere. Vor allem aber immer schnell. Doch Ernst wuchs mit seinen Aufgaben und die beiden sind ein tolles Team geworden. Nun mit drei Jahren ist Kenai ein sehr braver Hund geworden, der sein Temprament draußen beim Arbeiten zeigt und im Haus eine angenehme Zeitgenossin ist. Mit ihr wollen wir die Zucht fortsetzen.

 

Für mich hat das Jahr 2014 etwas Neues ins Haus gebracht: Unseren ersten Rüden. Eigentlich sollte Michel (Absolute Power's Antony) auch eine Hündin werden, aber der Wurf aus dem er kommt, war sehr rüdenlastig.Ich wollte so gerne einen Welpen aus dieser Verpaarung. Was also tun? Entweder keinen Welpen oder einen Rüden nehmen. So zog nun also Michel bei uns ein. Ich habe das nie bereut. Mein Fazit ist: Rüden sind auch  Hündinnen, nur anders.

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© Christina Roemer